Pot Odds

Um richtige Entscheidungen am Pokertisch treffen zu können ist es wichtig die Pot Odds zu verstehen. Dabei setzt man das was man gewinnen kann in ein richtiges Verhältnis zu dem was man verlieren kann bzw. einsetzen muss. Am besten macht man die Pot Odds an einem Beispiel deutlich:

Es liegen 500 Euro im Pot und der Gegner setzt 100 Euro. Nun muss man 100 Euro bezahlen um die nächste Karte zu sehen und weiterspielen zu können. Diese 100 Euro setzt man jetzt ins Verhältnis zu dem was man gewinnen kann, nämlich 600 Euro. Das Verhältnis ist deswegen 600:1. Was sagt uns das jetzt? Eigentlich ist diese Information elementar für die richtige Entscheidung. Denn je größer die Pot Odds, desto geringer muss die Gewinnchance sein. Wenn man Pot Odds von 1000:1 hat heißt das ja, dass man nur einen Euro riskieren muss um 1000 Euro gewinnen zu können. Natürlich ist bei einem so günstigen Verhältnis eine geringe Siegchance locker ausreichend. Man muss sich nicht sicher sein zu gewinnen. Theoretisch reicht es sogar wenn man in einem Promille der Fälle, also jedes tausendste Mal gewinnt. Beim Pokern kann es eigentlich gar nicht so eine niedrige Gewinnchance geben, daher ist das Beispiel eher unrealistisch.

Das Gegenteil ist dann der Fall wenn die Pot Odds 1:1 betragen. Also zum Beispiel wenn man 100 Euro setzen muss um 100 Euro gewinnen zu können. In diesem Fall muss man sich schon sehr sicher sein dass man gewinnen kann, zumindest muss man jedes zweite Mal gewinnen.

Es ist schwierig sich das Konzept auch in der Praxis anzueignen. Beim online Pokern wird einem zum Glück angezeigt wie groß der Pot ist und wie viel man setzen muss. Das ist ein großer Vorteil, den man auch nutzen sollte.